Wie du Werte in Excel ersetzen kannst

1. Ersatz von Einzelwerten

Einzelne Werte in Excel-Arbeitsmappen können mit der Textfunktion ERSETZEN ausgetauscht werden. Die Funktion ersetzt auf der Grundlage der Anzahl von Zeichen, die du angibst, einen Teil einer Textzeichenfolge durch eine andere Textzeichenfolge.

Die Syntax lautet:

=ERSETZEN(Alter_Text;Erstes_Zeichen;Anzahl_Zeichen;Neuet_Text)

Beispiel 1: In B4 steht die Textzeichenfolge „Düsseldorf“. Der Teil „Düssel“ soll durch „Deggen“ ersetzt werden.

=ERSETZEN(„Düsseldorf“;1;6;“Deggen“)

oder

=ERSETZEN(B4;1;6;“Deggen“)

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Beispiel 2: In B19 steht „60708090“. Die 3. und 4. Ziffer soll durch „AB“ ersetzt werden.

 =ERSETZEN(„60708090″;3;2;“AB“)

oder

=ERSETZEN(B19;3;2;“AB“)

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Beispiel 3: In B34 steht der Begriff „Autobahnmeisterei“. Der gesamte Begriff soll durch den Begriff „Tiefbauamt“ ersetzt werden.

=ERSETZEN(„Autobahnmeisterei“;1;99;“Tiefbauamt“)

oder

=ERSETZEN(B34;1;99;“Tiefbauamt“)

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Als Anzahl_Zeichen wird hier ohne zu zählen, 99 angenommen.

Wenn gezählt werden soll, wird zusätzlich die Funktion LÄNGE genutzt.

=ERSETZEN(B34;1;LÄNGE(B34);“Tiefbauamt“)

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2. Ersetzen von Werten in einem Bereich

Angenommen, eine Tabelle enthält in einer Spalte mehrfach die Jahreszahl „2016“, die durch „2017“ ersetzt werden soll.

Excel_Ersetzen5

Markiere den Bereich B58:B65. Gehe im Menü Start / Bearbeiten auf „Suchen und Auswählen“, gebe als „Suchen nach“ den Text „2016“, als „Ersetzen durch“ den Text „2017“ ein und klicke auf „Alle ersetzen“.

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Es folgt diese Mitteilung:

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Im Bereich B58:B65 steht nun „2017“.

Excel_Ersetzen8

3. Ersetzen von Werten in einer Spalte oder Zeile

Angenommen, die Spalte M enthält unregelmäßig die Jahreszahl „2016“, die durch „2017“ ersetzt werden soll.

Markiere dazu die Spalte am oberen Rand (M).

Gehe im Menü Start / Bearbeiten auf „Suchen und Auswählen“. Gebe unter „Suchen nach“ das Jahr „2016“ und unter „Ersetzen durch“ das Jahr „2017“ ein. Klicke auf „Alle ersetzen“.

Alle Werte in Spalte M, die vorher die Jahreszahl 2016 enthielten, enthalten jetzt die Jahreszahl 2017.

Willst du Werte in einer gesamten Zeile ersetzen, klicke am linken Rand auf die Zeilenzahl und verfahre ebenso.

Mehrspaltige und mehrzeilige Bereiche bearbeitest du analog.

Wie Wirtschaftsgüter linear abgeschrieben werden

In der Funktionsbibliothek von Excel findest du in der Kategorie Finanzmathematik mehrere Funktionen für Abschreibungen.

Was sind Abschreibungen?

Abschreibungen sind im betriebswirtschaftlichen Verständnis Ausdruck für den Werteverzehr eines Wirtschaftsgutes. D.h. der Gebrauch eines Wirtschaftsgutes führt zu einer Abnutzung bis es nicht mehr zu gebrauchen ist.

Die wertmäßige Abnutzung ist Bestandteil der Kosten eines Unternehmens und findet in der Erfolgsrechnung seinen Niederschlag. Die Ansammlung der über die Erlöse realisierten Abschreibungen dient nach Ablauf der Nutzungsdauer der erneuten Anschaffung eines Wirtschaftsgutes.

Die Betriebswirtschaft kennt mehrere Abschreibungsmethoden. In diesem Beitrag soll es nur um die lineare Abschreibung gehen. Excel bietet hierfür die Funktion LIA.

Zunächst jedoch zeige ich dir den tabellarischen Abschreibungsverlauf. Du kannst es auch Abschreibungsplan nennen.

Angenommen, du hast eine Maschine zum Preis von 84.000 € gekauft und willst sie acht Jahre nutzen. Der Restwert am Ende der Nutzungsdauer soll 0 € sein, d.h. du gehst davon aus, dass du nicht einmal mehr einen Schrotterlös erzielen wirst.

AfALIA1

Wie wurde gerechnet?

In C10 gibst du die Formel

=($C$5-$C$6)/$C$7

ein und ziehst sie bis C17. Damit erhältst du die jährliche Abschreibung.

In D10 schreibst du =C10

In D11 schreibst du =D10+C11 und ziehst sie bis D17.

In Spalte E schließlich zeigst du den Restbuchwert.

Schreibe in E10 die Formel =$C$5-D10 und ziehe sie bis E17 herunter.

Zum Ende von Jahr 8 ist der Restbuchwert 0 bzw. zeigt den veranschlagten Restwert, etwa so:

AfALIA2

Wie verwendest du nun die Funktion LIA?

Die Syntax für die Funktion lautet gemäß Excel-Hilfe:

=LIA(Ansch_Wert;Restwert;Nutzungsdauer)

wobei

  • „Ansch_Wert“ die Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes
  • „Restwert“ der Wert nach Ablauf der Nutzungsdauer, oft auch als „Schrottwert“ bezeichnet
  • „Nutzungsdauer“ die Anzahl der Perioden, über die das Wirtschaftsgut abgeschrieben wird

Mit der Formel beziehe ich mich auf die obigen Vorgaben:

ohne Restwert

=LIA($C$5;$C$6;$C$7)   Ergebnis: 10.500,00 € pro Jahr

mit Restwert

=LIA($C$5;$C$6;$C$7)   Ergebnis: 9.787,50 € pro Jahr

Ebenso kann die Formel in die Tabellen oben in C10:C17 eingesetzt werden.

Statt die Nutzungsdauer in Jahren anzugeben, ist auch der Ansatz von Monaten möglich. Aus 8 Jahren werden 96 Monate.

ohne Restwert
=LIA($C$5;$C$6;96)   Ergebnis: 875,00 € pro Monat

mit Restwert
=LIA($C$5;$C$6;96)   Ergebnis: 815,63 € pro Monat

Das Thema ist hiermit aber noch nicht ausgeschöpft. In einem späteren Beitrag wird es um die Abschreibung auf Wiederbeschaffungswerte gehen.

So geht Fondssparen

Wie geht Fondssparen? Eine Frage, die du dir vielleicht auch schon einmal gestellt hast?

Eine weitere Frage könnte lauten: Wenn monatlich 100 € in ein Depot eingezahlt werden, sind dann nach einem Jahr 1200 € plus Zinsen im Depot?

Ganz so einfach ist es nicht. Mit einem Beispiel will ich dir das Problem etwas näher bringen.

Weiterlesen „So geht Fondssparen“

29 empfehlenswerte Artikel zu SVERWEIS / VLOOKUP

SVERWEIS bzw. VLOOKUP gehören zweifelsfrei zu den bekanntesten, aber auch beliebtesten Funktionen in Excel.

Selbst in den sozialen Medien, wie Twitter, Facebook oder Google+ vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Artikel dazu promotet wird.

Du möchtest etwas mehr über die Funktion erfahren, als es dir die Excel-Hilfe offeriert? Kein Problem. Es gibt unzählige Suchergebnisse bei Google, wenn du nach „sverweis“ suchst. Google meint, es wären ungefähr 209.000 Einträge.

Weiterlesen „29 empfehlenswerte Artikel zu SVERWEIS / VLOOKUP“

Runden oder nicht runden?

Wer kennt das Problem nicht? In einem Bericht werden die Zahlenwerte mit zwei Nachkommastellen dargestellt. Im Bericht selbst werden aber Prozentwerte berechnet oder Konstanten wie die Kreiszahl Pi oder die Eulersche Zahl e bei Rechenoperationen verwendet. Die Ergebnisse haben dann in der Regel mehr Nachkommastellen als zwei.

Die gezeigten Endergebnisse sind ohne Zweifel richtig errechnet. Aber wenn ein Kollege oder ein Vorgesetzter horizontal und vertikal die sichtbaren Ergebnisse mit dem Taschenrechner nachrechnen, passt irgendetwas meistens nicht.

Ein Beispiel soll das verdeutlichen:

runden1

Formeln:

D6   =WENN(UND(C6>180000;C6<200000);0,03; WENN(UND(C6>200000;C6<220000);0,05; WENN(C6>220000;0,07;““)))

E6   =WENN(D6<>““;C6*D6;““)

E13   =SUMME(E6:E12)

Dabei gelten diese Regeln:

Umsatz >220000   Provision 7%
Umsatz >200000   Provision 5%
Umsatz >180000   Provision 3%

Je nachdem, welche der Regeln auf einen Verkäufer zutrifft, wird der erreichte Umsatz mit dem Prozentsatz multipliziert und die Provision mit zwei Nachkommastellen ausgewiesen, eben so, wie dann die Auszahlung erfolgen wird.

Nun verändere das Zahlenformat für die Provisionen derart, dass vier Nachkommastellen gezeigt werden.

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Zu sehen ist, dass jeweils eine dritte Nachkommastelle errechnet wurde.

Addierst du die Werte so, wie sie zu sehen sind, also 16.895,515+5.957,364 usw., erhältst du das Ergebnis 65.689,971, so wie es jetzt in der Tabelle zu sehen ist.

Addierst du aber die Werte so, wie du sie in der ersten Tabelle siehst, also 16.895,52+5.957,36 usw., lautet die Summe 65.689,98. In E13 steht aber 65.689,97.

Fest steht, dass Werte gerundet werden müssen, aber welche?

Es könnten die einzelnen Positionen oder die Summe der Provisionen gerundet werden.

Zuerst rundest du die einzelnen Provisionen:

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Die Formel in E6 hast du geändert in:

=WENN(D6<>““;RUNDEN(C6*D6;2);““)

Das Zahlenformat kann jetzt wieder auf zwei Nachkommastellen reduziert werden und das Ergebnis 65.689,98 entspricht nun auch dem Additionsergebnis aus den sichtbaren Werten in der ersten Tabelle.

Du willst noch die zweite Variante beim Runden ausführen und nur die Summe runden.

runden5

Die Formeln lauten:

In E89   =WENN(D6<>“;C6*D6;““)

In E13   =RUNDEN(SUMME(E6:E12);2)

Zu sehen ist, dass in diesem Beispiel eben der Wert erscheint, der schon ursprünglich zu sehen war. Er ist nicht exakt.

Fazit:

Wird mit Prozenten oder Konstanten wie MWSt-Satz, Pi oder e gerechnet, sollten sinnvollerweise die unmittelbaren Einzelergebnisse auf die Anzahl Nachkommastellen gerundet werden, die sichtbar sein soll.

Das Argument „Anzahl_Stellen“ in der Rundungsformel muss der Anzahl der Nachkommastellen gemäß Zahlenformat entsprechen. Die Regel ist, dort zu runden, wo die Abweichungen entstehen.

Dies ist nun die korrekte Tabelle:

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Finanzmathematische Funktionen: KUMKAPITAL und KUMZINSZ

Finanzmathematische Funktionen sind gar nicht so hochkompliziert, wie es zunächst klingen mag. Sie haben durchaus einen alltagstauglichen Bezug.

Also bitte, nicht sofort umschalten, sondern erst einmal lesen. Du wirst bald erkennen, worum es geht.

Weiterlesen „Finanzmathematische Funktionen: KUMKAPITAL und KUMZINSZ“

Die Excel-Funktionen MITTELWERT und MITTELWERTA

Unter Mittelwert wird im allgemeinen Sprachgebrauch der Durchschnitt aus mindestens zwei Zahlen verstanden.

Die allgemeine Regel ist, die Zahlen einer Reihe zu addieren und die Summe durch die Anzahl der Zahlen zu dividieren.

In diesem Beitrag werden die Ergebnisse aus den Funktionen Mittelwert und MittelwertA gegenübergestellt und analysiert.

Welche Fallstricke können auftreten?

Weiterlesen „Die Excel-Funktionen MITTELWERT und MITTELWERTA“