Pivottabellen: Berechnete Felder

Du möchtest mit Daten aus einer Pivottabelle rechnen. Diese Daten sind nicht in den Quelldaten vorhanden bzw. können dort auch nicht ergänzt werden.

Da hast Du zuerst die Möglichkeit, einfach in einer an die Pivottabelle angrenzenden Spalte diese Berechnungen durchzuführen. Das aber hat den Nachteil, dass diese Spalte bei einer Erweiterung der Spalten der Pivottabelle überschrieben werden kann. Diese Spalte passt sich außerdem nicht einer Veränderung der Zeilenstruktur an.

Das heißt, Du beginnst nach einer Aktualisierung der Pivottabelle erneut, die Werte in der neuen Spalte berechnen zu lassen.

Eine bessere Möglichkeit ist die Arbeit mit sogenannten berechneten Feldern. Das soll der Hauptinhalt dieses Beitrags sein.

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Die Lösungsmethoden des Excel-Solver

Der Solver ist ein Add-In-Programm für Microsoft Excel. Du kannst ihn über das Menü Daten / Analyse aufrufen.

Sollte der Solver nicht verfügbar sein, musst Du ihn zunächst laden, wie, erfährst Du über diesen Link.

Laden des Solver-Add-Ins – Excel (microsoft.com)

Wichtig ist, dass sich die Berechnungen des Solver auf nur eine Zielzelle beziehen. Diese muss eine Formel enthalten, die mit Vorgängerwerten ein gewünschtes Ergebnis errechnet.

Dies geschieht, indem ein exakter Wert oder ein Minimum oder ein Maximum als Ziel definiert wird. Der Solver arbeitet mit einer Gruppe von Zellen, die Du als „veränderbare Zellen“ bestimmen musst.

Die Berechnungen können Nebenbedingungen oder Einschränkungen unterliegen, die ebenfalls vorher festzulegen sind.

Letztlich passt der Solver darauf aufbauend die Werte in den veränderbaren Zellen so an, dass das Ziel erreicht und die Nebenbedingungen eingehalten werden.

Mit welchen Methoden der Solver im Einzelnen arbeitet, zeigt dieser Blogbeitrag.

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Das Rundreiseproblem mit dem Excel-Solver lösen

Das „Travelling Salesman-Problem“, in Deutsch kurz das Rundreiseproblem genannt, war bereits vor Kurzem Gegenstand eines Blogbeitrages.

Die Lösung wurde nach der Trial-Error-Methode ohne Nutzung des Excel-Solvers gesucht.

Dieser Beitrag dagegen zeigt einen möglichen Weg zur Lösung des Problems mit dem Excel-Solver.

Grundlage dafür war das Beispiel aus einem Artikel von Rasmus Rasmussen [1], das ich versucht habe, nachzugestalten.

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Das Rundreiseproblem mit Excel lösen, ohne Solver

Das „Travelling Salesman-Problem“, in deutsch kurz das Rundreiseproblem genannt, ist für Händler oder Spediteure ein altes Problem.

Worum geht es?

Es geht darum, ausgehend von einem Ausgangsort bestimmte Orte zu beliefern und danach wieder zuhause zu landen. Es wird also eine Rundreise durch die festgelegten Orte vorgenommen.

Ziel ist es, dabei so wenig Kilometer wie möglich zurückzulegen.

Die Orte können dazu in unterschiedlichen Reihenfolgen befahren werden.

Hierzu gibt es verschiedene Methoden. Eine davon habe ich in „Excel. Das Zauberbuch“ [1] gefunden. Hier gelingt es, ohne VBA und ohne den Excel-Solver einen kurzen Weg zu finden, mit dem der Händler / Spediteur (nachfolgend nur Händler genannt) leben kann. Vom Verlag des Buches und vom Verfasser habe ich freundlicherweise die Erlaubnis erhalten, danke dafür.

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Einfache Zielwertberechnung mit dem Solver

In einem früheren Beitrag habe ich die Zielwertsuche in Excel erläutert.

Dabei wurde die Zielwertsuche aus dem Menü Daten / Prognose / Was-wäre-wenn-Analyse verwendet.

In diesem Beitrag wird der Zielwert mit dem Solver gesucht.

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Analysefunktionen in Excel: Gleitender Durchschnitt

Gleitender Durchschnitt, das klingt nach Statistik.

Richtig, aber in Excel gibt es keine Funktion dafür, die in der Funktionsbibliothek zu finden ist.

Dafür gibt es im Menü Daten unter Analyse/Datenanalyse eine Analysefunktion zur Berechnung gleitender Durchschnitte.

Darum geht es in diesem Beitrag.

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Den kürzesten Weg mit dem Excel-Solver finden

Manchmal gibt es mehrere Möglichkeiten, von einem Ort zum anderen zu fahren. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man in der Arbeit sehr viel auf den Straßen unterwegs ist, z.B. als Warenlieferant, als Postzusteller oder auch als Taxifahrer.

Längere Strecken bedeuten mehr Fahrzeit, aber auch einen höheren Treibstoffverbrauch und damit höhere Kosten.

Es wird daher immer im Interesse des Fahrers sein, den kürzesten Weg zu finden. Heutzutage wirst du dazu ein Navigationsgerät nutzen. Als Excel-Freund kannst du aber auch so vorgehen, wie der Beitrag es zeigt.

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Die Verbrauchsfolgeverfahren FIFO und LIFO mit Excel berechnen

1. Worum geht es?

Es geht schlicht und einfach um die Bilanzierung von Vorratsvermögen, ein Problem für Buchhalter und Betriebswirte.

Das Vorratsvermögen befindet sich auf der linken Seite einer Bilanz, der Aktivseite.

Vorratsvermögen gehört hier zum Umlaufvermögen. Zum Vorratsvermögen lassen sich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, Fertigerzeugnisse und geleistete Anzahlungen zählen.

Wichtig zu wissen:

Durch Änderung des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde der § 256 Handelsgesetzbuch (HGB) geändert. Durch diese Änderungen sind nur noch das LIFO- und FIFO-Verfahren handelsrechtlich erlaubt.

2. Das LIFO-Verfahren

„LIFO“ heißt „Last in – first out“, d.h. das zuletzt eingelagerte Material wird zuerst wieder entnommen.

Ein Beispiel dazu:

Auf der Bremer Getreide- und Futtermittelbörse galten folgende Preise für Brotroggen [1]:

Verbrauchsfolge1

Angenommen, eine Mühle hat den Roggen so eingekauft und verbraucht:

Verbrauchsfolge2

Wie wurden die Abgänge in I9:I11 ermittelt und bewertet?

Im 1. Abgang wurden 15 entnommen. Die Bewertung erfolgt zum Preis des letzten Zugangs (189,00 €). Der letzte Zugang umfasste aber nur eine Menge von 10 (siehe I7). Der restliche Verbrauch über 5 wird zum Preis des vorletzten Zugangs bewertet     (184,00 €).

Der 1. Abgang kann so zusammengefasst werden:

Verbrauchsfolge3

Im 2. Abgang wurden wieder 15 entnommen. Zum letzten Zugangspreis (189,00 €) ist keine Menge mehr vorhanden, sie wurde bereits im 1. Abgang verbraucht.

Vom 1. Zugang sind noch 10 vorhanden, 5 gingen bereits in den 1. Abgang.

Es werden also -10 mit dem vorletzten Zugangspreis (184,00 €) bewertet. Die restlichen -5 kommen aus dem Anfangsbestand (AB).

Der 2. Abgang kann so zusammengefasst werden:

Verbrauchsfolge4

Schließlich können beide Abgänge so zusammengefasst werden:

Verbrauchsfolge5

In der Tabelle entspricht das dem Bereich I9:I11.

Zusammenfassung:

Verbrauchsfolge6

3. Das FIFO-Verfahren

„FIFO“ heißt „First in – first out“. d.h. das zuerst eingelagerte Material wird zuerst wieder entnommen.

Verwende das obige Beispiel:

Verbrauchsfolge7

Wie wurden die Abgänge (Verbräuche in I38:I39 ermittelt und bewertet?

Im 1. Abgang wurden 15 entnommen. Die Bewertung erfolgt zum Preis des Anfangsbestandes.

Der 1. Abgang kann so zusammengefasst werden:

Verbrauchsfolge8

Im 2. Abgang wurden wieder 15 entnommen. Zum Preis des Anfangsbestandes (203,00 €) ist keine Menge mehr vorhanden, sie wurde bereits im 1. Abgang verbraucht.

Vom ersten Zugang sind noch 15 vorhanden, es werden also -15 mit 184,00 € bewertet.

Der 2. Abgang kann so zusammengefasst werden:

Verbrauchsfolge9

Beide Abgänge zusammengefasst:

Verbrauchsfolge10

In der Tabelle entspricht das dem Bereich  I38:I39.

Zusammenfassung:

Verbrauchsfolge11

4. Fazit

Im Vergleich ergeben beide Verfahren bei den gegebenen Preisverhältnissen unterschiedliche wertmäßige Endbestände.

Der Endbestand nach dem FIFO-Verfahren fällt geringer aus als der nach dem LIFO-Verfahren.

Das kann bei anderen Preisvorgaben genau umgekehrt aussehen.

Wichtig ist nur, dass das einmal gewählte Verfahren auch in den folgenden Geschäftsjahren angewendet wird [2].

„Bilanzkontinuität ist im Rechnungswesen ein Grundsatz ordnungsgemäßer Buchführung. Sie besagt, dass mehrere zeitlich aufeinander folgende Jahresabschlüsse eines Unternehmens sowohl die gleichen Gliederungen aufweisen müssen (formelle Bilanzkontinuität) als auch möglichst gleiche Bewertungsprinzipien zu folgen haben müssen (materielle Bilanzkontinuität).“

Quellen:

[1]   z.B.   https://www.proplanta.de/Markt-und-Preis/Bremer-Getreide-und-Futtermittelboerse/Bremen-Getreide-und-Futtermittelpreise-vom-03-04-2019_notierungen1554311319.html

[2]   https://de.wikipedia.org/wiki/Bilanzkontinuität

Einen Listenverkaufspreis mit Excel kalkulieren

In einem früheren Beitrag habe ich das Kalkulationsschema für Selbstkosten erläutert.

Dieser Beitrag setzt bei den Selbstkosten an und zeigt, wie darauf aufbauend der Listenverkaufspreis des Produktes „Armlehnstuhl“ kalkuliert wird.

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Verbrauchskontrolle mit Excel: Strom, Wasser, Abwasser, Gas

Die laufenden Kosten für Strom, Wasser, Abwasser und Gas machen einen erheblichen Anteil am Haushaltsbudget aus. Da liegt es nahe, die Verbräuche laufend im Auge zu behalten, um ggf. gegensteuern zu können.

Im Beitrag zeige ich eine Möglichkeit, wie in einer Excel-Arbeitsmappe die Zählerstände erfasst und die bis dahin aufgelaufenen Kosten berechnet werden.

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