Die Excel-Funktion QIKV

Für die Investitionsentscheidung auf der Grundlage der internen Rendite bietet Excel eine Reihe von Möglichkeiten. In einem früheren Beitrag habe ich Dir die Interne Zinsfußmethode mit der Funktion IKV vorgestellt.

Ende des letzten Jahres konntest Du erfahren, wie die Funktion XINTZINSFUSS angewendet wird.

In diesem Beitrag geht es um die Berechnung der internen Rendite mit der Funktion QIKV.

1. Erläuterung der Funktion

QIKV steht für Qualifizierter interner Kapitalverzinsungssatz. Die Funktion gibt den geänderten internen Zinssatz für eine Reihe periodischer Cashflows zurück.

QIKV berücksichtigt sowohl die Kosten der Investition als auch die Zinsen, die für die Reinvestition der Zinsen in eine weitere Anlage. In der Regel wird es keine Investitionsmöglichkeit mit dem ursprünglichen internen Zinssatz geben. Die Zinsen werden daher möglicherweise in einer Geldanlage deponiert.

Die dadurch gewonnenen Zinsen werden mit der Berechnung des QIKV berücksichtigt.

Die Syntax der Funktion

QIKV(Werte;Investition;Reinvestition)

weist die folgenden Argumente auf:

  • Werte    ist erforderlich. Werte muss eine Matrix oder ein Bezug auf Zellen, die Zahlen enthalten sein. Diese Zahlen entsprechen einer Reihe von Auszahlungen (negative Werte) sowie Einzahlungen (positive Werte), die in gleichlangen Perioden erfolgen.
    • Werte müssen mindestens einen positiven und einen negativen Wert enthalten, um den geänderten internen Zinssatz zu berechnen. Andernfalls gibt QIKV den Wert #DIV/0! zurück.
    • Enthält ein als Matrix oder Bezug angegebenes Argument Text, Wahrheitswerte oder leere Zellen, werden diese Werte ignoriert. Zellen, die den Wert 0 enthalten, werden dagegen berücksichtigt.
  • Investition    ist erforderlich und beinhaltet den Zinssatz, den Du für die gezahlten Gelder ansetzt.
  • Reinvestition    ist erforderlich und beinhaltet den Zinssatz, den Du für die reinvestierten Gelder erzielen willst.

QIKV verwendet die Reihenfolge der in Werte angegebenen Zahlen als Reihenfolge der Zahlungen.

Es ist daher darauf zu achten, dass die Ein- und Auszahlungen in der gewünschten Reihenfolge und mit den richtigen Vorzeichen eingegeben wird (positive Werte für Geld, das Du erhältst, und negative Werte für Geld, das Du zahlst).

2. Anwendung der Funktion QIKV

Aus dem Beitrag zum IKV soll das Zahlenbeispiel hier verwendet werden.

Der Ausgangswert war eine Investition über 38.000. Gerechnet wurde mit dem Überschuss aus fünf Nutzungsjahren.

Die gewünschte Mindestverzinsung sollte 6% betragen.

Mit der Funktion IKV wurden allerdings nur 5,13% berechnet, die Investition war aus dieser Sicht daher nicht sinnvoll, der interne Zinssatz blieb unter den Erwartungen.

Die Überlegung ist nun, die interne Verzinsung zu verbessern, indem die erwirtschafteten Zinsen erneut angelegt werden und weitere Zinsen bringen.

Eine Anlage zu 5,13% ist nicht zu finden, das beste Angebot bietet 3% Verzinsung.

Die Funktion QIKV berücksichtigt diese erneute Anlage.

Mit der Formel

=QIKV(C3:C8;E3;F3)

werden lediglich 4,25% errechnet. Damit rückst Du noch weiter von der gewünschten Mindestverzinsung ab.

Du fragst Dich, mit welcher Verzinsung der Reinvestition Du Deinen Wunschzins von 6% insgesamt erreichen könntest.

Dazu kannst Du mit der Zielwertsuche rechnen.

Rufe im Menü Daten die Prognose und dann die Zielwertsuche auf.

Trage in das Dialogfeld die Daten wie folgt ein:

Im Ergebnis werden (gerundet) 7,24% als notwendiger Zinssatz ausgewiesen. Dann erreichst Du insgesamt 6%, Deine Wunschverzinsung.

Aber das ist z.Zt. wohl Illusion, wo kann eine Verzinsung von 7,24% erzielt werden?

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