Artikel Nr. 200 – Was nun?

Ich weiß, dass Artikel dieser Art ganz schlecht bei den Lesern ankommen. Das zeigen mir die Aufrufzahlen für mein letztes Resümee im März 2016: „Clevercalcul hat Geburtstag“. [1].

Egal, ich schreibe diesen Artikel trotzdem, hilft er mir doch, die Dinge zu sortieren und zu bewerten.

1. Warum gibt es das Blog „Clevercalcul“?

Das Blog habe ich seinerzeit aus verschiedenen Gründen gestartet. Zuerst waren es andere Blogs zum Thema Tabellenkalkulation, die mich inspiriert haben, so etwas wollte ich auch tun, Excel war mein Thema.

Dann war es die Welt des Internets, die ich bis dahin nur als Suchender genutzt habe. Nun wollte ich tiefer in die Materie eindringen und aktiv mitmachen.

Der dritte Grund war das Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsprozess, das zwar noch ein gutes Stück entfernt, aber absehbar ist. Auf die Zeit des Ruhestands wollte ich mich vorbereiten, dann gelegentlich noch etwas zu tun haben. Bloggen erschien mir dafür durchaus geeignet.

Dies ist mein Artikel Nr. 200, aber ich bin immer noch kein Rentner. Habe ich meine eigenen Pläne über den Haufen geworfen?

Ich denke nicht, denn bei 200 Artikeln muss nicht Schluss sein. Excel bietet ausreichend Stoff für das Weitermachen, jedenfalls, wenn die Leser es wünschen. Und Spaß habe ich beim Schreiben immer noch.

2. Was habe ich bisher erreicht?

Ich habe 200 Artikel geschrieben und veröffentlicht. Eigentlich waren es mehr, aber einige musste ich einfach wieder löschen.

Die Anzahl der Aufrufe hat sich seit meinem letzten Resümee [1] vervielfacht. Follower kamen hinzu, Follower haben sich wieder verabschiedet. Insbesondere die diversen Suchmaschinen tragen zu einem guten Traffic bei.

Kritik gab es immer mal wieder, überwiegend positiv, aber auch negativ. Das vor allem in den sozialen Medien. Kommentare im Blog waren eher selten, so dass ich schon darüber nachgedacht habe, diese Funktion zu löschen. Das habe ich aber nicht getan.

Meine Leser kenne ich nur sehr schlecht. Kaum Jemand hat sich zu seiner Person offenbart. So denke ich, dass Leser überwiegend über die Suchmaschinen auf meine Seiten kommen, also eher zufällig.

Natürlich gibt es auch Leser, die Excel-Profi sind. Diese kenne ich besser, denn ich lese ihre Beiträge auf ihren Sites regelmäßig und gern.

Über eine sogenannte ByerPersona brauchte ich bisher nicht nachdenken, denn ich will nichts verkaufen. Eine ReaderPersona zu entwickeln, wäre sicher interessant, dennoch verzichte ich darauf. Jeder Leser, ob zufällig oder im Abonnement, ist mir willkommen.

3. Worauf ich bisher verzichtete

Dazu eine kleine Aufzählung:

  • gute und schlechte Fotos, denn ich bin nicht als Fotograf angetreten
  • digitale Produkte, da könnte ich mal was machen
  • Newsletter, brauche ich aufgrund fehlender Angebote (Verkaufsartikel, Kurse usw.) nicht
  • Infografiken, mag ich persönlich nicht so besonders
  • Webinare, sind mir zu aufwendig
  • Kurse, sind mir zu aufwendig
  • Freebies, muss ich unbedingt mal anbieten
  • Landingpage, wozu eigentlich?
  • Videos, sind mir zu aufwendig
  • Podcasts, sind mir zu aufwendig, passen nicht so wirklich zu Excel
  • Google Analytics, …
  • u.v.a.

Du könntest Dich jetzt fragen, ja was macht er denn überhaupt? Ganz einfach, ich schreibe Artikel und versehe sie mit Abbildungen, die ich mit Excel und Paint erstelle.

4. Die sozialen Medien

Soziale Medien nutze ich, um meine Artikel bekannt zu machen.

Anfangs waren dies, Twitter, Facebook, Google+ und Xing.

Die Verknüpfung des Blogs mit Facebook habe ich aufgrund des ganzen Datenschutztheaters aufgehoben und mich von Facebook verabschiedet.

Auf Google+ finde ich absolut nicht meine Zielgruppe, die ich zwar nicht exakt formuliert habe, aber dennoch auf deutschsprachige Leser favorisiere, denn ich schreibe nur in deutsch.

XING war zwar interessant, insbesondere die Excel-Gruppen, aber ich such keine beruflichen Kontakte, nur Blogleser.

Twitter ist geblieben und bleibt auch. Mit Veröffentlichung eines Blogartikels wird der Artikel aufgrund einer Verknüpfung auf Twitter bekannt gegeben. Es folgen weitere Tweets in individuellen Zeitabständen, die ich manuell bei Twitter eingebe.

Auf Programme, wie Buffer u.a., verzichte ich.

5. Wie geht es weiter?

Wöchentlich einen Beitrag zu schreiben, der interessant sein und einen Mehrwert für den Leser liefern soll, kann anstrengend werden. Das habe ich irgendwann aufgegeben, nicht weil mir die Themen ausgingen, sondern einfach aus Zeitgründen.

Gegenwärtig veröffentliche ich ca. im 10-Tages-Rhythmus.

Ausgesprochen gut hat mir vor einiger Zeit ein Beitrag [2] von Sven Lennartz gefallen, seines Zeichens Blogger auf http://www.conterest.de.

Blogminimalismus ist seine These. Verzicht auf Social Media, Einschränkung der Kommunikation, kein Newsletter, keine Kommentare, kein Marketing. Nur noch Konzentration auf die einzig wichtige Sache, das Bloggen an sich.

Er rät, sich auf den nächsten Post zu konzentrieren, auf Basteleien am Theme zu verzichten, alte Beiträge und interne Verlinkungen zu ignorieren.

Gut, ganz soweit will ich nicht gehen, obwohl diesen Gedanken etwas abzugewinnen ist. Aber irgendwie soll die Welt erfahren, dass es mein Blog und mich gibt bzw. noch gibt. Deshalb bleibt auch ein bisschen Social Media.

Zeit brauche ich, um alle Artikel mal auf Fehler durchzusehen und sie zu korrigieren.

Zeit brauche ich, um das Kategorien-Wirrwarr zu bereinigen.

Zeit brauche ich, um die interne Verlinkung zu verbessern.

Zeit brauche ich auch, um vielleicht ein E-Book zu schreiben oder ein paar Freebies zu erarbeiten.

Es wird deshalb  künftig  ca. 1 bis 3 Artikel pro Monat geben. Auf feste Tage lege ich mich dabei nicht mehr fest.

Die Excel-Minis werde ich nicht mehr als Kategorie fortführen.

Die bisherigen Beiträge zu finanzmathematischen und statistischen Funktionen, zur Mathematik und zur VBA-Programmierung liefen nicht so gut. Dennoch werde ich diese Kategorien auch künftig nicht ganz außer acht lassen.

In diesem Sinne, es geht weiter mit Clevercalcul.


Quellen:

[1]

https://clevercalcul.wordpress.com/2016/03/22/

[2]

https://conterest.de/blogminimalismus-einfach-nur-bloggen-und-sonst-gar-nichts/

 

6 Kommentare zu „Artikel Nr. 200 – Was nun?“

  1. Hallo Gerhard,
    Ich gratuliere Dir zum 200 Post!
    Für mich persönlich war beim bloggen einer der angenehmsten effekte immer das ich selber dabei etwas lernen konnte. Mit jedem Artikel wurde mein Wissensschatz über Excel fundierter. Meine Möglichkeiten grösser. Der Spass ebenfalls. Ich hoffe es geht Dir gleich!
    Bloggen über Excel hat mir sowohl physische wie auch mentale Türen geöffnet… es lohnt sich! Ich gedenke in absehbarer Zeit selber auch wieder öfter mal ein Beitrag abzugeben… wenn es die Zeit denn zulässt. Falls Du Dich mal mit mir austauschen willst, meine addresse kennst Du ja!
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!
    Gruss, Lukas

  2. Hallo Lukas, vielen Dank für Deine Glückwünsche. Ich stimme Dir voll zu. Ich habe selbst gelernt, mein Wissen erweitert und Spaß dabei gehabt. Allerdings habe ich das Blog immer nur als Hobby betrachtet und so soll es auch bleiben. Die Zeit dafür muss ich mir nehmen, mein Hauptberuf ist immer noch Controller, damit verdiene ich mein Geld. Danke auch für Dein Angebot zum Austausch, vielleicht komme ich darauf zurück. Dir auch viel Erfolg bei allem was Du tust. Grüße, Gerhard

  3. Hi Gerhard,
    feine Seite, ich schaue immer wieder mal rein (meist über Twitter). Ich bin Entwickler, schreibe manchmal an einem internen Blog und höre auch bald mit dem Arbeiten auf 🙂
    Wünsche eine schöne Zeit, Hannes

  4. Guten Morgen Gerhard,
    grundsätzlich lese ich bei dir auch gerne Meta-Artikel die sich mit der Rolle deines Blogs aber auch mit der Motivation zum Bloggen beschäftigen. Gerade beim reinen Fokus auf das Thema Excel sehe ich die Zahl 200 Artikel tatsächlich als einen Meilenstein auf den du durchaus stolz zurück blicken kannst und kann von meiner Seite aus auch bestätigen, dass ich vieles an Wissen und Input von deinen Texten mitnehmen konnte.
    Beim Bloggen selbst sehe ich es vergleichbar zu Lukas und merke, dass Texte die Möglichkeit haben Freude am Thema zu entwickeln und auch das eigene Wissen aufzubauen. Darüber hinaus hilft es aber auch Wissen vermitteln zu können und sich selbst etwas klarer ausdrücken zu können.
    Auch wenn der Renteneintritt noch etwas in Zukunft liegen mag bietet ein Blog oder ein anderes Hobby auch immer die Chance sich abseits vom Alltag auch mit Themen beschäftigen zu können die einen persönlich herausfordern können.
    Ein Blog ist immer auch ein wachsender Organismus und gerade ein Umbau von Kategorien ist ein Thema wo ich sehr froh war, dieses gemeinsam mit meiner Frau angegangen zu sein. Mit den letzten Blogumbau hatten wir auch gleichzeitig eine Unmenge an Unterkategorien gestrichen und auch was die Tagcloud anbelangt ist diese (auch wenn es nicht so aussieht) wesentlich kleiner geworden. Bei all der Technik und Drumherum im Blog sollte aber nie die Begeisterung fürs Bloggen gänzlich verschwinden und zumindest mir geht es so, dass ich tatsächlich nicht nach Redaktionsplan bloggen möchte sondern einfach danach, ob mir ein Thema gerade gefällt und ich hier im Entwurf einfach eine blanke Seite mit Zeichen fülle und diese auch zur Seite schieben kann, wenn mir nicht mehr nach Schreiben zu Mute ist.
    Ich finde deinen Vorsatz „Es wird deshalb künftig ca. 1 bis 3 Artikel pro Monat geben. Auf feste Tage lege ich mich dabei nicht mehr fest.“ sehr gut nachvollziehbar und bin weiterhin neugierig hier ab und an wieder von dir zu lesen.
    Das Thema Kommentare im Blog ist wohl auch eine Zeitgeistfrage. Während rund um 2001 Kommentare (ebenso wie Gästebucheinträge) zum aktiven Weberleben gehörten ist heute einfach schon durch die Menge an Blogs und Seiten hier mehr eine passive Rolle für Lesende gegeben. Dieses liegt aber vielleicht auch am Thema eines Blogs. Für ein privates Blog ist mir das „Blog like nobody’s watching“ absolut nachvollziehbar und ich hatte ebenfalls schon überlegt Kommentare nach einer hohen Spamwelle zu deaktivieren… auf der anderen Seite mag ich aber auch nicht, dass gute Diskussionen zu Artikel dann auf fremde Plattformen im Dunstkreis SocialMedia verschoben werden.
    Das Motto oder den Schwerpunkt deines Blogs „Ich schreibe Artikel …“ zu Excel… erscheint mir daher sehr sympathisch und hoffe, dass du auch weiterhin Freude an deiner Seite haben wirst.
    Ich hab mir ein wenig Zeit mit der Antwort auf deinen Artikel gelassen, da ich selbst mir nicht sicher war, in welche Richtung der Artikel auf mich wirkte…. hoffe aber, dass die Grundstimmung rüber gekommen ist und wünsche dir weiterhin viel Vergnügen beim Schreiben und deinen Besuchenden auch manch lehrreiches Vergnügen beim Lesen.
    Viele Grüße
    Andreas

  5. Hallo Andreas,
    vielen Dank für Deinen umfänglichen Kommentar und die Anerkennung.
    Über das Thema Redaktionsplan haben wir, glaube ich, schon einmal diskutiert. Da ich Einzelkämpfer bin, habe ich natürlich keine Redaktion. Ich mache alles alleine. Der Plan ist für mich so eine Art Tod-Liste. Ich sammle Themen und sortiere sie zeitlich irgendwo ein. Oftmals verschiebe ich die Themen, der Plan ist nicht statisch. Mir gefällt aber auch, wie Du es machst. Du legst Deine Ideen als Entwurf ins Blog, arbeitest immer mal wieder daran, bis der Beitrag fertig ist. Ich möchte immer ein Thema zu Ende bringen, wenn ich es begonnen habe, um mich nicht immer wieder hineindenken zu müssen. Kommentare sind leider spärlich, aber ich will zumindest die Möglichkeit vorhalten, welche abzugeben.
    In diesem Sinne, Andreas, wünsche ich auch Dir viel Erfolg und Spaß beim Bloggen. Mir gefallen Deine Beiträge und ich werde sie weiterhin interessiert lesen
    Viele Grüße
    Gerhard

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