Eine Einführung in Investitionsrechnungen mit Excel

Investitionen gehören sachlich in die betriebswirtschaftliche Disziplin Finanzwirtschaft. Daraus ergibt sich sofort die Frage, was unter Finanzwirtschaft zu verstehen ist.

Wikipedia beschreibt dies in einem Satz so:

„Die Finanzwirtschaft umfasst in der Betriebswirtschaftslehre als Oberbegriff die Finanzierung (Kapitalbeschaffung), Investition (Kapitalverwendung), den Zahlungsverkehr und das Risikomanagement im Rahmen der Unternehmensfinanzierung.“ [1]

Aber keine Angst, dies wird keine betriebswirtschaftliche Abhandlung. Es wird auch in diesen Beiträgen grundsätzlich um Excel gehen. Nur sollte der Leser wissen, wo dieses Thema fachlich einzuordnen ist.

Was ist eine Investition?

Mit eigenen Worten könnte ich es nicht besser beschreiben. Deshalb auch hier ein Zitat:

„Investition bedeutet die Verwendung und somit auch die Bindung von Kapital in bestimmten Vermögensgegenständen (Kapitalverwendung). Durch Investitionen wird freies Kapital in gebundenes Kapital umgewandelt und in materiellen oder immateriellen Vermögensgegenständen gebunden.“ [2]

Kapitalbindung in materielle oder immaterielle Vermögensgegenstände, daraus ergeben sich die Arten von Investitionen.

Der Begriff „Investition“ bezeichnet in erster Linie die Verwendung von Mitteln des Kapitals für Güter des Anlagevermögens. Zu unterscheiden sind:

Invest1

  • Sachinvestitionen (Realinvestitionen): z.B. Gebäude, Maschinen, Grundstücke
  • immaterielle Investitionen: z.B. Lizenzen, Patente, Forschung & Entwicklung
  • Finanzinvestitionen: z.B. Beteiligungen, Aktien, Anleihen“

 

Was ist eine Investitionsrechnung?

Mit einer Investitionsrechnung prüft ein Investor eine geplante Investition auf Vorteilhaftigkeit. Die grundlegende Überlegung dabei ist: Lasse ich mein Geld auf dem Girokonto, wo ich keine Zinsen bekomme oder gebe ich es in der Erwartung einer guten Verzinsung für Güter des Anlagevermögens aus.

Zu unterscheiden ist zwischen den statischen Verfahren der Investitionsrechnung, dazu zählen die Kostenvergleichsrechnung, Gewinnvergleichsrechnung, Rentabilitätsvergleichsrechnung und die Amortisationsrechnung, und den dynamischen Verfahren, dazu zählen die Kapitalwertmethode, die Endwertmethode, die Interne Zinsfußmethode und die Annuitätenmethode.

Meine Beitragsreihe zur Investitionsrechnung wird sich auf die dynamischen Verfahren beschränken. In drei weiteren Beiträgen wirst du die Kapitalwertmethode, die Interne Zinsfußmethode und die Annuitätenmethode anzuwenden lernen. Auf eine Erläuterung der Endwertmethode verzichte ich.

Invest2

Ich werde zeigen, wie diese Berechnungen mit finanzwirtschaftlichen Formeln, mit einer Tabellenberechnung und natürlich mit Excel-Funktionen durchgeführt werden können.

Mit allen drei Verfahren sollte der Investor letztlich zur gleichen Entscheidung kommen.

Quellen:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Finanzwirtschaft

[2] http://www.bwl-wissen.net/definition/finanzierung-investition

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Autor: Gerhard Pundt

Auf meiner Site https://clevercalcul.wordpress.com geht es um die Tabellenkalkulation mit Excel. Es wird über Funktionen, Diagramme, Basiswissen u.a.m. geschrieben.

1 Kommentar zu „Eine Einführung in Investitionsrechnungen mit Excel“

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