Clevercalcul hat Geburtstag

Wie schnell doch so ein Jahr vergeht. Genau heute vor einem Jahr, am 22.03.2015, habe ich meinen Blog auf die Menschheit losgelassen.

Wie es dazu kam, wie der Stand ist und was ich vorhabe, dazu versuche ich mich einfach  mal in Storytelling.
Ich habe mich irgendwann für „Der Blog“ entschieden, mit „Das Blog“ komme ich einfach nicht zurecht. Ich hoffe, das ist nicht so schlimm.

1. Wie alles begann

Excel begleitet mich seit ca. 1993. Zuerst nur beruflich für Planung, Kostenrechnung, Kalkulation und Berichtswesen. Erst nach 2000 kam auch ein rein privates Interesse dazu. Ich wollte mehr über Excel wissen, als ich durch meine Arbeit lernte. Und so fing ich an, mich intensiver damit zu beschäftigen, kaufte mir Bücher und lernte mit den dazugehörigen Musterdateien auf CD.

Irgendwann meldete ich mich bei verschiedenen Excel-Foren an und mischte dort mit. Es machte mir Spaß, ein Problem zu entdecken und zu wissen, dass ich eine Lösung hatte. Und es machte mir Spaß, zu schreiben.

Was mich aber an den Foren störte und noch heute stört: Es gibt dort Leute, die als Moderatoren tätig sind und fast sofort jede Anfrage beantworten. Als „normales“ Forenmitglied hat man kaum eine Chance, dem Hilfesuchenden zu antworten, ohne bereits Geschriebenes zu wiederholen.

Meine Zugriffe auf Foren sind dann irgendwann weniger geworden und ich habe mir ein paar Websites und Blogs zu Excel gesucht und sie regelmäßig gesichtet.

Irgendwann bin ich auf den Blog von Martin Weiß, dem Tabellenexperten gestoßen. Der Blog gefiel mir auf Anhieb. Ich teilte ihm das mit und fragte einfach mal, ob er denn auch Gastbeiträge zulassen würde. Er hatte grundsätzlich nichts dagegen und so kam es, dass im August 2014 mein erster Artikel mit dem Titel „Rechnet Excel richtig?“ auf seinem Blog erschien. Weitere Gastartikel folgten auf dem Controllingportal, auf Anleitung24 und beim Tabellenexperten.

Anfang 2015 begann ich darüber nachzudenken, selbst einen Blog zu betreiben. Ich informierte mich, welche Möglichkeiten es denn so gab, eine Website zu eröffnen, ohne, dass es viel Geld kostet, und  ich hatte keine Ahnung von Jimdo, NPage, WordPress, HTML, CSS, Social Media, Bloggen an sich, SEO, die Google-Suchphilosophie u.a. Wichtiges mehr.

Den Anstoß, mich für WordPress zu entscheiden, gab Andreas Thehos auf seinem Blog. Sinngemäß schrieb er einmal, dass es so einfach sei, auf WordPress einen Blog zu eröffnen, mehr als eine viertel Stunde würde es nicht dauern.

Und genau so war es. Ich richtete meinen Blog auf WordPress.com ein und konnte loslegen.
Ich war ein Dummy. Habe ich doch gedacht, wenn ich einen Artikel ins Netz stelle, dauert es nicht lange und die ersten Kommentare flattern ins Haus. Doch weit gefehlt, so lief es nicht.

Immerhin, im März 2015 folgten noch zwei weitere Artikel. Heute weiß ich, so jedenfalls empfehlen es die Blogger, die sich mit Bloggen beschäftigen, dass ich hätte mindestens 10-15 Artikel in den Blog stellen müssen, bevor ich in die Öffentlichkeit gehe. Habe ich nicht getan. Ich dachte mir, ich schreibe jede Woche einen Artikel oder vielleicht auch mal einen mehr, der Blog wird sich schon füllen.

Das kam dann auch so. Der Blog füllte sich, meine Beiträge wurden gefunden, wenn auch sehr spärlich, es gab die ersten Abonnenten und es gab erste Reaktionen.
So war es am Anfang.

 

2. Wie sieht es heute aus?

Zunächst einmal bin ich stolz auf mich, ich habe bis heute durchgehalten, obwohl es Stimmen gab, die da eher pessimistisch waren.

Recht bald habe ich begonnen, einen Blogplan aufzustellen. Anderenorts wird so etwas Redaktionsplan genannt. Nun, die Redaktion bin ich ganz allein, der Schreiber bin ich ganz allein, der Produzent, der Lektor und was es sonst noch an Professionen in diesem Metier gibt, bin ich ganz allein.

Mein Plan war recht bald, wöchentlich dienstags und zweiwöchentlich freitags einen Artikel zu veröffentlichen. Das habe ich bis heute durchgehalten. Insgesamt enthält der Blog mit diesem Artikel eingerechnet 84 Artikel, davon einen Gastartikel.

Für die Statistik nutze ich ausschließlich die WordPress-Statistik, das genügt mir. Und das sind die Daten von März 2015 bis Februar 2016:

BlogStat1

BlogStat2

Die meisten Besucher und Aufrufe kamen sowohl 2015 als auch bisher in 2016 aus Deutschland (das habe ich insgeheim so gehofft), aus Österreich, aus der Schweiz, aus den USA und aus der Europäischen Union.

Die Augustwerte 2015 sehe ich als Ausreißer, aber ich kenne die Ursache. Der Finanzwesir hat meinen Blog zu dieser Zeit sehr positiv in seinen Wochennews erwähnt. Scheinbar waren einige Artikel für seine Leser interessant. Mich jedenfalls hat es sehr gefreut.

Ansonsten ersehe ich aus dem Diagramm, dass eine kontinuierliche Steigerung bei den Besuchern und bei den Aufrufen stattfindet. Die Aufrufe steigen sogar stärker als die Besucherzahlen. Das sagt mir, dass Besucher auf dem Blog verweilen und sich mehrere Artikel ansehen.

Mir ist klar, dass viele meiner Bloggerkollegen über diese kleinen Zahlen nur lächeln können, sie haben meine Jahreswerte vielleicht monatlich, wöchentlich oder sogar schon täglich.

Dennoch bin ich sehr zufrieden und sehe, dass sich meine Bemühungen nach kontinuierlichem Content, zur Gestaltung der Überschriften, zu den Keywords u.a. irgendwie gelohnt haben. Das Interesse am Blog steigt langsam, aber stetig.
Momentan (06.03.16) gibt es 6 Blogabonnenten, 18 Leser, die bei neuen Artikeln eine E-Mail-Benachrichtigung erhalten, 168 Follower bei Twitter und 14 Follower bei Google+. Ich habe ein XING-Profil mit 16 Kontakten und bin neu bei Facebook (noch ohne Fans).

All diesen Personen möchte ich ganz herzlich für die Treue und die Unterstützung danken.
Nennen möchte ich dabei die aktiven Unterstützer: Katharina Schwarzer, Martin Weiß, Heiko Heimrath und Andreas Unkelbach. Gerade ihre wertvollen Kommentare und Tweets bereichern meinen Blog ganz wesentlich.

Die am meisten aufgerufenen Artikel waren in 2015:
1. Sparen mit Excel und finanzmathematischen Funktionen
2. 4 Möglichkeiten, die Excel-Funktion BEREICH.VERSCHIEBEN zu nutzen
3. 7 Wege in Excel, Summen zu bilden
4. So arbeitest Du in Excel mit der rS1.Methode
5. 27 Formeln zur INDEX-Funktion (Matrixversion) in Excel

und in 2016:

1. Möglichkeiten, die Excel-Funktion BEREICH.VERSCHIEBEN zu nutzen
2. So erstellst Du in Excel eine ABC-Analyse (Teil II)
3. Excel-Berechnungen rund um den Kreis
4. So lässt sich die Funktion SUMMENPRODUKT nutzen, 13 Fälle
5. So verwendest Du die Excel-Funktion WIEDERHOLEN

Wo will ich hin? Mein gegenwärtiges Ziel ist es, durchschnittlich 100 Blog-Aufrufe pro Tag zu bekommen, ein anspruchsvolles Ziel, zumal die Besuche an den Wochenenden eher gering sind und ich in den zwei Monaten von 2016 erst auf 67 Aufrufe pro Tag komme.

 

3. Wie geht es weiter?

Auf jeden Fall mit kontinuierlichem Content.
Allerdings werde ich ab jetzt und für eine noch unbestimmte Zeit nur 14-tägig einen Beitrag veröffentlichen, jeweils Dienstag um 9:00 Uhr. Ich betreibe, wie es neudeutsch heißt, erst einmal „Slow Blogging“. Wird ein Beitrag mal länger, gibt es an den „freien“ Dienstagen einen zweiten Teil.

Warum?

Nicht, weil ich keine Themeneinfälle mehr habe, nein, mein Blogplan ist bis zum Jahresende gefüllt.

Ich brauche einfach etwas Zeit, um über den Blog nachzudenken, muss das nachholen, was ich hätte tun sollen, bevor der Blog ins Netz ging.
– Will ich mich spezialisieren oder will ich weiter „alle“ Excel-Themen anfassen?
– Wer ist wirklich meine Zielgruppe, schreibe ich genau für diese?
– Will ich digitale Produkte anbieten, wenn ja, welche und wie?
– Will ich den Blog monetarisieren?
– Sind meine Überschriften Google-fähig?
– Ist meine Keywordrecherche ausreichend?
– Brauche ich einen Newsletter?
– Wie kann ich besser mit den Followern kommunizieren?
– Will ich neuere Excel-Versionen nutzen?
– Brauche ich dazu ggf. auch neue Hardware?
– Wie gewinne ich neue Leser?
– Will ich bei WordPress bleiben oder wechseln?
– Will ich ein anderes Theme nutzen?
– Woher bekomme ich passende Fotos / Grafiken für meine Beiträge?
– Ist die interne und externe Verlinkung in Ordnung?
– usw.

Genug Aufgaben, die ein bisschen Zeit erfordern. Der Blog „Clevercalcul“ ist also nicht tot, es gibt nur eine teilweise digitale Auszeit.

Ach übrigens, jeder Blog- und Email-Abonnent, der mir schon >= zwei Monate folgt, erhält von mir eine unveröffentlichte Arbeitsdatei als Dankeschön.

Wann? Na, in der nächsten Woche werde ich sie versenden.

Dann bis zum 05.04.2016 zum nächsten Beitrag.

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Autor: Gerhard Pundt

Auf meiner Site https://clevercalcul.wordpress.com geht es um die Tabellenkalkulation mit Excel. Es wird über Funktionen, Diagramme, Basiswissen u.a.m. geschrieben.

4 Kommentare zu „Clevercalcul hat Geburtstag“

  1. Viel Glück zum (Blog)Geburtstag.. und das Danke kann ich für eine Vielzahl spannender Artikel und Anregungen selbstverständlich zurück geben.

    Vor einigen Jahren hättest du bzgl. der oder das Blog wohl einige Kommentare erhalten, aber mittlerweile ist ja selbst der Duden auf deiner Seite und lässt beide Schreibweisen höchst offiziell zu… von daher ist alles gut :-).

    Ich bin relativ erstaunt, wie organisiert du das Bloggen betreibst und kann daher auch sehr gut verstehen, dass du hier eine Jahresbilanz ziehst und tatsächlich erst einmal schaust, wie du dich selbst aber auch deine Seite sich weiterentwickelt. Hier wünsche ich dir alles Gute und bin schon neugierig darauf, wie sich dieses dann auf Artikel auswirkt.

    Nebenbei bin ich persönlich halte der Meinung, dass das Blog schon die Lesenden finden wird und gute Artikel zu Nischenthemen (auch wenn Excel eine große Nische ist) sicherlich langsam aber dafür konstant neue Besuchende finden wird. Nebenbei halte ich deine Besucherzahlen für gar nicht so niederig, allerdings stellt sich hier vermutlich, wie immer in Excel, die Frage nach der Bezugsgröße.

    Als positives Feedback zum Blog kann ich dir schon einmal ein paar Eindrücke von mir hinterlassen, die recht anschaulich zeigen, dass du vom Thema her sicherlich Lesende faszinieren kannst.
    Unter anderen hat auch dein Blog bei mir einige erstaunliche Verhaltensänderungen hervor gerufen:
    1)
    Lange Zeit habe ich Twitter als Informationsmedium nicht wirklich wahrgenommen und freue mich heute tatsächlich über manche Artikelankündigung, Kurztipps oder auch Empfehlungen die per Tweet mich erreichen.
    2)
    Früher fand ich gekürzte RSS-Feeds als sehr umständlich, heute nehme ich die Einleitung tatsächlich zum Anlass entweder direkt das Blog zu besuchen oder erst einmal den Artikel im Feedreader auf ungelesen zu setzen um mit etwas mehr Zeit den Artikel zu lesen.
    3)
    Zum Kommentieren erst anmelden? Nein, da hätte ich mir früher wohl einen Kommentar zu erspart, aber heute ist dieses auch nicht mehr so. 🙂

    Abschliessend mag ich dir alles Gute für das kommende Jahr wünschen und bin schon heute sehr neugierig zu erfahren, wie sich deine Blogbilanz Anfang 2017 lesen wird. Bis dahin wünsche ich dir aber erst einmal schöne Osterfeiertage und dass du für dich den richtigen Weg für dein Blog findest und gleichzeitig auch weiterhin spannende Artikel ins Netz stellen wirst.

    Viele Grüße
    Andreas

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  2. Hallo Gerhard,

    ich hab’s gerade noch geschafft, bevor der Tag zu Ende geht: Auch von mir herzliche Glückwünsche zum Blog-Geburtstag! Wahnsinn, schon ein Jahr!

    Du kannst stolz auf das sein, was Du hier auf die Beine gestellt hast und vor allem auf Dein Durchhaltevermögen. Ich freue mich sehr über Deine netten Worte oben über meinen Blog und auch über die Gastartikel, die Du bei mir veröffentlicht hast.

    Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass man gerade am Anfang eines solchen Projekts öfter mal darüber grübelt, ob sich überhaupt jemand für die eigenen geistigen Ergüsse interessiert. Aber wie Du ja selbst schon anhand der kontinuierlich steigenden Besucherzahlen belegst, ist das ganz offensichtlich der Fall. Auch hier kann ich Dich nur darin bestärken, ebenso koninuierlich weiterzumachen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Steter Blog-Artikel höhlt auch den Google 🙂

    Und ich finde es gut, wenn Du Dir jetzt die Zeit nimmst, um Dir Gedanken über die weiteren Schritte zu machen. Das kostet sicherlich Zeit und Energie, aber es wird sich langfristig lohnen.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir auch für das nächste Blogger-Jahr alles gute und natürlich uns Lesern viele weitere Excel-Tipps hier auf Clevercalcul!

    Die besten Grüße von Deinem bayerischen Excel-Blogger-Kollegen,
    Martin

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