So findest du mit dem Solver eine optimale Lösung

Mit dem Solver können in Excel Optimierungsaufgaben gelöst werden.

Stell dir vor, es sind 5 Kieswerke vorhanden, die den Bedarf von 5 Baustellen an Kies decken sollen.

Das Problem liegt nun darin, das unterschiedliche Aufkommen entsprechend dem unterschiedlichen Bedarf zu verteilen. Das soll mit dem Solver erledigt werden.

Die Ausgangswerte

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie Aufkommen und Bedarf verteilt sind.

Solver1

Die Zellen B12:H12 berechnen jeweils die Summen aus den Zeilen 7 bis 11, die Zellen H6:H11 die Summen der Spalten C bis G.

Die Werte in C6:G6 sowie B7:B11 sind hart eingetragen, können aber auch durch Bezüge aus anderen Quellen bezogen werden.

 

Die Bedingungen im Solver setzen

Den Solver rufst du über das Menü Daten / Analyse auf. Ist er in deinem Excel (2007) nicht vorhanden, gehe zunächst so vor:

  • Klicke den Windows-Button und rufe die Excel-Optionen auf.
  • Wähle Add-Ins und klicke unter Namen den Solver an
  • Klicke Gehe zu an
  • Aktiviere das Feld „Solver“ durch Hakensetzung und klicke OK

Jetzt müsstest du den Solver in deinem Menü finden.

Ich rufe über das Menü Daten / Analyse den Solver auf und trage folgende Bedingungen in das Parametertableau ein:

Solver2

Zielzelle: $H$12
Wert: 5290
Veränderbare Zellen: $C$7:$G$11
Nebenbedingungen:
$C$12=940
$D$12=850
$E$12=900
$F$12=500
$G$12=2100
$H$7=1040
$H$8=950
$H$9=1100
$H$10=980
$H$11=1220

Die Lösung abfordern

Ich habe jetzt alles eingegeben, was für die Berechnung der Verteilung des Kiesaufkommens auf die Bedarfsstellen notwendig ist.

Ein Klick auf den Button „Lösen“ setzt den Solver in Gang. Bei diesem Beispiel braucht er nicht lange, bei anderen kann das schon sein.

Der Solver schlägt mir schließlich eine Lösung vor, die ich annehmen oder ablehnen kann. Ich nehme sie an und so sieht sie aus:

Solver3

Wohlgemerkt, dies ist eine Lösung, es muss nicht die Einzige sein.

 

Fazit

Das Beispiel, dass ich dir gerade vorgestellt habe, ist nur ein ganz einfaches Verteilungsproblem.

Eine weitere Aufgabenstellung könnte lauten, das Minimum an Fahrkilometern als Ziel zu definieren. Dazu wären weitere Angaben zu den Entfernungen von A-F bis E-J bereit zu stellen.

Aber das stelle ich dir ein anderes Mal vor.

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3 Kommentare zu „So findest du mit dem Solver eine optimale Lösung“

    1. Hallo Martin,
      ich danke dir fuer den Kommentar. Der Solver ist schon nicht schlecht. Ich habe allerdings im Zauberbuch der Herren von Excelformeln gelesen, die haben sich u.a. mit dem Rundreiseproblem beschäftigt, dass der Solver ihnen bei mehreren Läufen auch mehrere Lösungen angeboten hat. Finde ich nicht so gut, denn optimal muss auch optimal sein.
      Viele Grüße
      Gerhard

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