Mittelwerte unter Bedingungen berechnen

Die Funktion MITTELWERTWENNS gehört zur Kategorie Statistische Funktionen und ist ab Excel 2007 verfügbar. Sie gibt das arithmetische Mittel aller Zellen zurück, die mehreren Kriterien entsprechen. Dagegen wird bei MITTELWERTWENN nur ein Kriterium abgefragt, bei MITTELWERT keins.

Die Syntax lautet:

   MITTELWERTWENNS(Durchschnitt_Bereich;Kriterien_Bereich1;Kriterium1;Kriterien_Bereich2;Kriterium2 …)

Dabei entspricht Durchschnitt_Bereich mindestens einer Zelle, deren Durchschnitt einschließlich Zahlen oder Namen, Arrays  oder Verweise mit Zahlen zu bestimmen ist.

Kriterien_Bereich sind die Bereiche 1 bis 127, in denen die zugeordneten Kriterien zu bestimmen sind. Kriterien schließlich sind 1 bis 127 Kriterien in Form einer Zahl, eines Ausdruckes, eines Zellenverweises oder eines Textes, von denen definiert wird, von welchenZellen der Durchschnitt bestimmt wird.

So viel zu den grundsätzlichen Informationen über diese Funktion. Wie die Funktion arbeitet, siehst Du am Besten anhand eines Beispieles. Stelle Dir ein Unternehmen vor, das mehrere Kostenstellen hat. Eine bestimmte Kostenstelle wird in der Regel mit 25 Sachkonten bebucht. Du willst wissen, wie der Durchschnitt aller Buchungsbeträge unter 150 € ist, aber auch alle Null-Buchungen außer Betracht lassen.

Die Buchungsliste für den Monat Februar sieht etwa so aus:

Mittelwertwenns1

Für die Abfrage verwendest Du die Funktion MITTELWERTWENNS und schreibst:

=MITTELWERTWENNS(C8:C32;C8:C32;“<150″;C8:C32;“<>0″)

Das Ergebnis lautet 53,00 €.

Du willst die Kriterien variabel halten, denn es könnte sein, das sich eine weitere Person für den Mittelwert über alle Beträge, die kleiner als 200 € und ungleich 50 € sind, interessiert. Darauf bist Du vorbereitet, wenn Du die Kriterien in zwei Zellen außerhalb der Buchungsliste ablegst, etwa so:

Mittelwertwenns2

Die Formel schaltest Du jetzt um auf variabel, indem Du schreibst:

=MITTELWERTWENNS(C8:C32;C8:C32;“<„&F14;C8:C32;“<>“&F15)

Das Ergebnis lautet auch jetzt 53,00 €.

Du willst noch einen Schritt weiter gehen und < bzw. <> variabel gestalten.

Mittelwertwenns3

Mit der Formel =MITTELWERTWENNS(C8:C32;C8:C32;F38&F36;C8:C32;F39&F37) löst Du die Fragestellung. Verändere die Zeichen in F38 bzw. F39 und betrachte die neuen Ergebnisse. Du hast jetzt eine dynamische Formel und kannst die Kriterien und Operanden frei bestimmen.

Eine weitere Abfrage könnte dahin gehen, dass Du den Mittelwert aus den Werten des Bereiches C8:C32 haben willst, soweit die Werte kleiner 150 € sind und die Sachkontengruppe 41 bebucht ist. Das machst Du wieder variabel.

Mittelwertwenns4

Die Formel dazu lautet: =MITTELWERTWENNS(C8:C32;C8:C32;F44&F42;D8:D32;F45&F43)

Das Problem ist, dass Du das Kriterium „41“ nicht in der Buchungsliste vorfindest. Es bedarf hier deshalb einer Hilfsspalte, in der Du mit LINKS(B8:B32;2) die Sachkontengruppe abfragst. Diese Formel lässt sich in MITTELWERTWENNS nicht als Kriterium einbauen. Spalte D zeigt die Ergebnisse von LINKS.

Mittelwertwenns5

Ähnlich kannst Du die Funktionen ZÄHLENWENNS und SUMMEWENNS variieren.

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Autor: Gerhard Pundt

Auf meiner Site https://clevercalcul.wordpress.com geht es um die Tabellenkalkulation mit Excel. Es wird über Funktionen, Diagramme, Basiswissen u.a.m. geschrieben.

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